Kurzantwort: Fett aus der Küche erstarrt im Rohr und verbindet sich mit Seife und anderen Rückständen zu einer zähen Masse. Die wirksamsten Methoden zur Lösung sind heißes Wasser mit Spülmittel, eine mechanische Rohrspirale oder professionelle Hochdruckreinigung. Ablagerungen durch kaltes Wasser und Fettguß vorzubeugen ist denkbar einfach.
Wie Fett das Rohr verstopft
Beim Kochen lösen sich Fette im heißen Wasser und fließen scheinbar problemlos ab. Doch sobald das Wasser im Rohr kühler wird, erstarrt das Fett wieder an der Innenwand. Bei jedem Abwasch lagert sich eine neue Schicht ab - dünn wie Papier, aber mit der Zeit summiert sich das zu einem zentimeterdicken Belag, der den Rohrquerschnitt immer weiter verengt.
Besonders anfällig sind die Küchensiphons und die waagerechten Rohrabschnitte kurz hinter dem Siphon, weil dort das Wasser langsamer fließt und das Fett mehr Zeit hat, auszufrieren. In Krefelder Küchen mit viel Braten, Frittieren oder der Zubereitung von Fleischgerichten ist das ein häufiges Problem.
Anzeichen für Fettablagerungen
- Spülbecken oder Küchenablauf läuft nur noch langsam
- Blubbernde oder gluckernde Geräusche nach dem Einspülen
- Unangenehmer Fett- oder Modergeruch aus dem Abfluss
- Problem tritt schleichend über Monate auf (kein plötzlicher Totalstop)
Methode 1: Heißes Wasser und Spülmittel
Für frische oder leichte Ablagerungen funktioniert diese Methode oft überraschend gut:
- Einen Topf Wasser auf etwa 60 bis 70 Grad erhitzen (kein kochendes Wasser in Kunststoffrohre!).
- Einen großzügigen Schuss Geschirrspülmittel direkt in den Abfluss geben.
- Das heiße Wasser langsam nachgießen und einige Minuten einwirken lassen.
- Vorgang zwei- bis dreimal wiederholen.
Das Spülmittel emulgiert das Fett, das heiße Wasser löst es vom Rohr und spült es ab.
Methode 2: Natron und Essig
Die chemische Reaktion von Natron und Essig erzeugt Kohlendioxid-Bläschen, die Fettbeläge auflockern können:
- Eine Tasse Natron in den Abfluss geben.
- Eine Tasse weißen Haushaltsessig nachgießen.
- Den Abfluss abdecken und 30 Minuten wirken lassen.
- Mit heißem Wasser nachspülen.
Diese Methode ist umweltfreundlich und schont Rohre und Dichtungen. Bei starken Ablagerungen reicht sie allein nicht aus.
Methode 3: Rohrreinigungsspirale
Wenn chemische Mittel versagen, kommt die mechanische Reinigung ins Spiel. Eine flexible Spirale bohrt sich durch den Fettklumpen und löst ihn auf. Für Küchenabflüsse reicht meist eine handelsübliche Spirale aus dem Baumarkt. Wichtig: Den gelösten Belag mit viel Wasser nachspülen.
Methode 4: Professionelle Hochdruckreinigung
Bei starken Ablagerungen in längeren Rohrabschnitten ist nur die Hochdruckreinigung wirklich effektiv. Ein rotierender Spülkopf trägt die Fettbeläge von der gesamten Rohrinnenwand ab - nicht nur an einer Stelle. Krefelder Fachbetriebe bieten diese Leistung für Küchenleitungen ab etwa 120 Euro an.
Vorbeugung für die Zukunft
- Fett und Öl niemals in den Abfluss gießen - in der Bratpfanne auskühlen lassen und in den Restmüll
- Kaltes Wasser festigt Fett sofort: Immer warmes Wasser beim Abwasch benutzen
- Wöchentlich heißes Wasser mit Spülmittel durchlaufen lassen (Prävention)
- Fettsieb im Küchenablauf verwenden