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Alte Bleirohre erkennen und sanieren in Krefeld

Aktualisiert am 30.09.2026 · Rohrreinigung Krefeld

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Kurzantwort: Bleirohre wurden bis in die 1970er Jahre in deutschen Häusern verlegt und geben Blei ans Trinkwasser ab - ohne Farbe, Geruch oder Geschmack. In Krefelder Altbauten, die vor 1970 errichtet wurden, lohnt eine Überprüfung. Gefundene Bleileitungen müssen ausgetauscht werden.

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Warum Bleirohre ein Problem sind

Blei ist ein Schwermetall, das sich im Körper anreichert und besonders für Schwangere, Säuglinge und Kinder schädlich ist. Es beeinträchtigt die Gehirnentwicklung und das Nervensystem. Das Umweltbundesamt und die WHO empfehlen, Bleileitungen so schnell wie möglich zu ersetzen. Seit 2013 schreibt die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) den Grenzwert für Blei auf 10 Mikrogramm pro Liter fest - bis zur Baustelle bleibt die Einhaltung Aufgabe der öffentlichen Versorger; auf privatem Grund liegt die Verantwortung beim Eigentümer.

Wann wurden Bleirohre verlegt?

In Deutschland wurden Bleileitungen vorwiegend zwischen 1900 und 1970 eingebaut. Gebäude, die nach 1973 gebaut oder vollständig saniert wurden, haben in aller Regel keine Bleirohre mehr. Besonders betroffen:

  • Gründerzeit- und Vorkriegshäuser in Krefeld (Innenstadtlagen)
  • Häuser der Nachkriegszeit bis Anfang der 1970er Jahre
  • Kelleranschlüsse in älteren Reihenhäusern

Wie erkenne ich Bleirohre?

Bleirohre lassen sich von anderen Materialien unterscheiden:

  • Farbe und Oberfläche: Blei ist blaugrau bis silbrig und hat eine mattglänzende, leicht unebene Oberfläche - anders als das blanke Glänzen von Kupfer.
  • Ritze-Test: Ein Blei lässt sich mit dem Fingernagel leicht einritzen oder verformen. Kupfer und Stahl widerstehen dem Nagel.
  • Magnetismus: Blei ist nicht magnetisch - ein Magnet haftet nicht. Das schließt aber auch Kupfer aus. Stahl- und Eisenrohre hingegen ziehen den Magneten an.
  • Position im Haus: Bleileitungen finden sich häufig als kurze Verbindungsstücke zwischen dem Hauptanschluss und dem Wasserzähler oder als Hausanschlussleitung im Keller.

Wasserprobe als sicherer Nachweis

Wenn Sie sich unsicher sind, lassen Sie eine Wasserprobe nehmen. Nehmen Sie morgens als erstes - nach mindestens acht Stunden Standzeit - eine Probe vom Küchenhahn und eine nach kurzem Ablaufenlassen. Ein akkreditiertes Labor in NRW analysiert die Probe auf Bleigehalt. Bei Werten über 10 µg/l besteht Handlungsbedarf.

Was tun bei bestätigten Bleirohren?

Es gibt zwei Wege:

Sofortmaßnahme: Wasser vor dem ersten Gebrauch täglich 2 bis 3 Minuten ablaufen lassen (mindert die Bleikonzentration). Das ist keine dauerhafte Lösung, aber überbrückt die Zeit bis zur Sanierung.

Dauerlösung - Rohraustausch: Bleirohre müssen vollständig ausgetauscht werden, da es keine technische Beschichtung gibt, die zuverlässig gegen Bleiabgabe schützt. Neue Leitungen bestehen aus Kupfer, Edelstahl oder Kunststoff.

Kosten und Förderung in Krefeld

Der Austausch einer Hausanschlussleitung im Keller kostet je nach Länge und Zugänglichkeit zwischen 1.000 und 4.000 Euro. Die Krefelder SWK oder das Gesundheitsamt können bei der Einschätzung helfen, ob weitere Förderangebote des Landes NRW in Frage kommen. Vermieter sind verpflichtet, Mieter über bekannte Bleileitungen zu informieren.

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